Robert Schuman (1886-1963)

1. Robert Schuman – Ein Europapolitiker aus der Großregion (2019)

Von Reiner Marcowitz

 

Das Wohnhaus von Robert Schuman bei Metz, oberhalb des Moseltals, in Scy-Chazelles gehört heute zum Europäischen Kulturerbe.

Das bedeutet, dass dieses Haus auf besondere Weise „die europäische Botschaft und die Geschichte dahinter“ verkörpert.

Das Haus und sein „Garten ohne Grenzen“ gehören heute zum Robert Schuman-Museum.

 

Wie kein anderer französischer Politiker seiner Zeit war Robert Schuman ein Kind der Großregion : Geboren wurde er am 29. Juni 1886 im luxemburgischen Clausen als Sohn einer Luxemburgerin, Eugénie-Suzanne Duren, und eines Franzosen, Jean-Pierre Schuman[1]. Da dieser wiederum aus dem damals deutsch besetzten Lothringen, der Moselle, stammte, besaß er die deutsche Staatsangehörigkeit. Indes hatte er sich aus beruflichen Gründen schon vor Jahren in Luxemburg niedergelassen, nur wenige Kilometer von seinem Geburtsort, Evrange, entfernt, zumal seine Mutter auch bereits Luxemburgerin gewesen war. Folglich verbrachte Robert Schuman auch den Großteil seiner Schulzeit im Großherzogtum. Er lernte hier sowohl Deutsch und Französisch als auch Letzelburgisch, wobei er letztere beide Sprachen schon aus seinem Elternhause kannte: Seine Mutter sprach luxemburgisch mit ihm, sein Vater Französisch. Insofern fühlte sich Robert Schuman schon als Schüler mehreren Kulturen zugehörig: „Nous étions sur cette ligne entre la France et l’Allemagne, dans la nécessité de mener de front la connaissance approfondie de deux langues et de deux cultures“ [2]. Das Abitur legte er dann aber an einem Metzer Gymnasium ab, um anschließend Jura in Bonn, München, Berlin und Straßburg zu studieren. Im Juni 1912 eröffnete er schließlich eine Anwaltskanzlei in Metz: Eine Karriere im „Reichsland“ schien Schuman nicht nur beruflich vielversprechend, sondern sie erlaubte ihm auch, in der ihm bekannten kulturellen und nationalen Mischzone der Grenzregion zu bleiben. Letztlich bedeutete es ihm auch eine Rückkehr zu den familiären Wurzeln, denn Lothringen war „le berceau de sa famille paternelle“ [3].

Im Ersten Weltkrieg musste Robert Schuman keinen Militärdienst leisten, da er bereits 1908 als „nicht wehrverpflichtet“ eingestuft worden war; er erlebte ihn lediglich als Hilfskraft in einer deutschen Sanitätskompanie in Lothringen. Nach dem Krieg und der Rückkehr der besetzten französischen Gebiete zu Frankreich erhielt Schuman die französische Staatsangehörigkeit. Gleichzeitig zog er für die Moselle als Abgeordneter in die französische Nationalversammlung ein. Hier setzte er sich für die Reintegration von Elsass und Lothringen ein, unter Beibehaltung des „droit local“ aus der Zeit der Zugehörigkeit zum Deutschen Reich, einschließlich der Bestimmungen des Konkordats, deren andauernde Gültigkeit dem gläubigen Katholiken besonders am Herzen lag. 1940 war er kurzzeitig Staatssekretär für Flüchtlingsfragen, kehrte aber bald darauf nach Metz zurück. Hier wurde er indes von den neuerlichen deutschen Besatzern verhaftet und nach Deutschland deportiert, weil er sich weigerte zu kollaborieren. Robert Schuman gelang indes die Flucht und die Rückkehr nach Frankreich, wo er bis Kriegsende in der Illegalität lebte. Nach Kriegsende wurde ihm vorübergehend jede politische Tätigkeit untersagt, weil er im Sommer 1940 für die Einsetzung Philippe Pétains gestimmt hatte. Indes ließ Charles de Gaulle, der Chef der Provisorischen Regierung, diese Restriktion letztlich aufheben und Schuman nahm seine politische Karriere wieder auf: als Abgeordneter der Moselle in der Nationalversammlung, 1947 vorübergehend als Ministerpräsident und dann von Juli 1948 bis Januar 1953 als französischer Außenminister, jenes Amt, das am stärksten mit seinem Namen verbunden ist.

1960 verlieh das Europäische Parlament Robert Schuman den Titel eines „père de l’Europe“. Damit zollte es vor allem den Leistungen des Politikers in seiner Zeit als französischer Außenminister Anerkennung. Schumans interkulturelle Biographie und seine Verankerung in der deutsch-französisch-luxemburgischen Grenzregion lassen diese Entwicklung im Nachhinein geradezu logisch erscheinen. Indes war der Weg dorthin durchaus nicht vorherbestimmt. Zu sehr lebte verständlicherweise auch bei Schuman in den ersten Jahren nach Kriegsende zunächst die Sorge vor Deutschland fort. Wie viele seiner Landsleute war Schuman ebenfalls durch die Erfahrung der beiden Weltkriege, die sie geradezu wie einen neuen „Dreißigjährigen Krieg“ anmuteten, geprägt. Zumindest indirekt wirkte auch noch die Erinnerung an den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 nach, dessen Auswirkungen – die deutsche Besetzung des „Reichslands“ Elsaß-Lothringen – schließlich seine Familie und ihn selber unmittelbar betroffen hatten. Insofern wundert es nicht, dass Schuman im Rahmen von Frankreichs „doppelter Deutschlandpolitik“ [4] nach dem Zweiten Weltkrieg durchaus zu jenen in Frankreich gehörte, deren primäres Interesse die Sicherheit vor Deutschland, ja selbst vor dem verkleinerten westdeutschen Teilstaat war, dessen Bildung sich ab 1948 abzeichnete. Folglich billigte er sowohl den Abschluss des „Brüsseler Pakts“ von 1948, einem Bündnis von Frankreich, Großbritannien und den Beneluxstaaten, das sich zumindest primär gegen eine etwaige neue deutsche Gefahr richtete, angesichts des sich abzeichnenden Bipolarismus allerdings indirekt auch bereits gegen eine mögliche sowjetische Aggression. Gleiches galt für die westalliierte Internationale Ruhrbehörde, die Ende 1948 gegründet wurde, um die westdeutsche Kohle- und Stahlproduktion zu überwachen.

Es bedurfte eines starken amerikanischen und britischen Drucks, um die französischen Ängste vor Deutschland, von denen auch Schuman nicht frei war, zu überwinden: Vor allem die amerikanische Administration sah die besiegten Deutschen in ihrer Einflusssphäre zunehmend als potentielle Verbündete gegenüber der eigentlichen russischen Bedrohung an. Daher war sie bereit, die wirtschaftliche – und letztlich auch die militärische – Überwachung Westdeutschlands zu lockern, was wiederum die zögerlichen französischen Politiker unter Zugzwang setzte. In dieser Situation präsentierte die französische Regierung schließlich eine neue Initiative zur Einigung zumindest Westeuropas: Am 9. Mai 1950 schlug Außenminister Robert Schuman in einer spektakulären Pressekonferenz die Gründung einer Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) vor[5].

Er griff damit einen Vorschlag von Jean Monnet, dem Leiter des französischen Planungskommissariats, auf. In der Retrospektive herrschte lange Zeit eine Idealisierung dieses europapolitischen Gründungsaktes vor: Robert Schuman, aber auch seine politischen Partner, Bundeskanzler Konrad Adenauer und der italienische Ministerpräsident Alcide de Gasperi, wurden geradezu zu „Heiligen“ stilisiert, die allein altruistische Interessen verfolgt hätten: den Bruch mit der Vergangenheit, die Aussöhnung mit dem einstigen Feind, die Herstellung einer dauerhaften Friedensordnung. Eine „realistische“ Schule der europäischen Integrationsgeschichtsschreibung hat das seit Ende der 1970er/Anfang der 1980er-Jahre zu Recht bezweifelt und ihrerseits das jeweilige nüchterne Interessenkalkül der Beteiligten betont: auf Seiten der Bundesrepublik Deutschland der Ehrgeiz, wieder souverän und ein anerkanntes Mitglied des neuen europäischen Konzerts zu werden; in Frankreich das wirtschaftliche Interesse an westdeutschen Kohlelieferungen und gleichzeitig die Suche nach Sicherheit vor einem andauernd gefährlich anmutenden Nachbarn[6].Hinzu kam der Ehrgeiz, die Rolle des „leader“ [7] auf dem Kontinent zu spielen. Schließlich hat die Forschung mittlerweile ebenfalls nachgewiesen, dass die Grundgedanken des Schuman-Plans bereits während des Krieges und dann auch in der unmittelbaren Nachkriegszeit enstanden sind. Allerdings ändert dies nichts an der Tatsache, dass eine entsprechende konkrete Initiative eben erst 1950 von französischer Seite ergriffen wurde.

In unserem Zusammenhang ist aber ohnehin etwas anderes wichtiger: Die dem Schuman-Plan zugrundeliegenden traditionellen Interessen verhinderten nicht, dass sich durch die EGKS zumindest sukzessive neben der politischen Methode auch das Weltbild der beteiligten Politiker und in den betroffenen Gesellschaften insgesamt änderte[8]Man könnte die 1950 beginnende Integration Westeuropas als eine „Europäisierung” des alten deutsch-französischen Gegensatzes, ja der “deutschen Frage” in Europa bezeichnen: Das Problem einer gerechten Austarierung des unterschiedlichen, ja entgegengesetzten National- und Sicherheitsinteresses der Deutschen und ihrer Nachbarn als einem entscheidenden Konfliktstoff auf dem Kontinent spätestens seit dem 19. Jahrhundert wurde mittels europäischer Kooperation und Integration zunächst neutralisiert und schließlich gänzlich suspendiert. Diesen Zusammenhang hatte Monnet in seinem Memorandum vom 3. Mai 1950, in dem er Schuman seinen Gedanken einer Montanunion erstmals schilderte, unmissverständlich verdeutlicht: „Il ne faut pas chercher à régler le problème allemand que ne peut être réglé avec les données actuelles. Il faut en changer les données en les transformant“[9]Konkret bedeutete dies: Man versuchte nicht, die bestehenden Interessendivergenzen in traditionellen bilateralen und zwischenstaatlichen Bahnen zu kanalisieren. Hier hätte die Gefahr bestanden, dass historische Verletzungen und nationale Eitelkeiten eine Einigung verhinderten. Hingegen erleichterte die Verlagerung auf die europäische Ebene gegenseitige Kompromisse und Konzessionen. War nämlich die Bereitschaft zur Einigung über nationale Grenzen hinaus einmal vorhanden, verlangte sie von allen Beteiligten, einen Teil ihres nationalen Egoismus auf dem supranationalen Altar zu opfern.

Dass nun wiederum gerade Schuman sich Monnets Ideen zu eigen machte – und damit auch seine eigenen Vorbehalte gegenüber Deutschland überwand – hängt wohl tatsächlich mit seiner Herkunft aus der deutsch-französisch-luxemburgischen Grenzregion zusammen, wie er selber bekundete: “Il a fallu quelqu’un de cette frontière de l’Est pour tenter de faire coexister en paix deux pays qui se sont souvent déchirés”[10]. Seine familiär bedingte multiple nationale Identität, seine Mehrsprachigkeit und seine Kenntnis Deutschlands vermittelten diesem “Lorrain des frontières”[11] eine interkulturelle Kompetenz, die ihn geradezu zum Unterhändler in den anstehenden Verhandlungen mit Deutschland und auf europäischer Ebene prädestinierte. Überdies machten ihn die vielschichtigen persönlichen Prägungen empfänglich für die historischen Hypotheken vor allem im deutsch-französischen Verhältnis und für die Bedeutung der Herstellung eines dauerhaften Friedens, wie er ihn in seiner Erklärung vom 9. Mai 1950 als letzten Zweck seiner Initiative bezeichnete: “Pour que la Paix puisse vraiment courir sa chance, il faut, d’abord, qu’il y ait une Europe”. Gleichzeitig entsprach die Methode einer sukzessiven sektoralen Zusammenarbeit im europäischen Rahmen, zumal im Kohle- und Stahlbereich, der Erfahrung einer organischen wirtschaftlichen Verflechtung gerade der Grenzregion Saar-Lor-Lux. Hier hatte sich bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass sich Gegensätze und Grenzen am besten durch eine pragmatische Politik kleiner Schritte überwinden ließen: “L’Europe ne se fera pas d’un coup, elle se fera par des realisations concrètes créant d’abord des solidarités de fait”. Gerade im Bereich der Montanindustrie hatte man im Saar-Lor-Lux-Raum ja bereits in der Zwischenkriegszeit in Form der “Internationalen Rohlstahlgemeinschaft” konkret zusammengearbeitet. Kurzum: “Sa double culture, allemande et française, exceptionnelle dans le personnel politique français, lui a permis une approche originale du problème”[12]Schließlich fällt auch auf, dass Schumans wichtigste Partner ebenfalls aus Grenzregionen stammten und eine ähnliche Sensibilität wie der französische Außenminister für die Möglichkeiten, aber auch die Notwendigkeit grenzüberschreitender Zusammenarbeit besaßen: Adenauer, der aus dem Rheinland stammte, wäre hier ebenso zu nenen, wie de Gasperi, der in Südtirol beheimatet war, aber auch der luxemburgischen Außenminister Joseph Bech.

Natürlich war der Erfolg von Schumans Initiative nicht absehbar: Der französische Außenminister sprach selber von einem “Sprung ins Unbekannte”[13]Folglich fehlte es auch nicht an Kritikern und Kassandrarufern. Auch änderte die Gründung der “Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl” 1952 zunächst nichts an den französischen Sorgen vor einem gefährlichen Wiedererstarken Deutschlands, von denen auch Schuman nicht frei war. Nach der Einigung im Montanbereich erwies sich die Frage einer militärischen Aufrüstung der Bundesrepublik Deutschland als neue Herausforderung. Ganz zu schweigen von dem andauernden politischen Zankapfel Saargebiet, der auch das persönliche Verhältnis zwischen Schuman und Adenauer belastete. Für beides fand sich erst Mitte der 1950er-Jahre eine Lösung. Da war Schuman schon längst nicht mehr Außenminister. Dennoch hat seine Initiative von 1950 viel dazu beigetragen, dass seine Nachfolger letztlich sowohl die Aufstellung einer westdeutschen Armee als auch die Angliederung des Saargebiets an die Bundesrepublik Deutschland akzeptierten und auch der einmal eingeschlagene Weg nach Europa mit der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft 1958 beibehalten wurde.

Tatsächlich führte der dank Schumans Vorstoß in den Gremien der EGKS begonnene permanente Austausch auf allen Ebenen und die Erfahrung des funktionierenden Ausgleichs unterschiedlicher nationaler Interessen zum sukzessiven Abbau gegenseitiger Bedrohungsvorstellungen, ja Feindbilder. Die europäische Integration ist eben keine simple Abfolge punktueller politischer Entscheidungen, sondern ein qualitativer Prozess, der zur Transformation von Ökonomie und Politik ebenso wie von Gesellschaften und von individuellen wie kollektiven Mentalitäten führt[14]Ausgehend davon „europäisierten“ sich in den Jahren und Jahrzehnten nach 1950 die Bundesrepublik Deutschland und Frankreich gleich anderen Ländern in Westeuropa: in ihrer operativen Politik, wo alle Regierungen gleich welcher politischer Couleur notfalls auch schmerzliche Kompromisse eingingen, um die europäische Einigung nicht zu gefährden, aber auch im Hinblick auf eine Angleichung von Lebensstilen, Sozialstrukturen und Wertvorstellungen.Erleichtert wurde dies auch dadurch, dass erstmals in der Geschichte europäischer Einigungsversuche zumindest zeitweise politische Initiative und gesellschaftliche Unterstützung in eins fielen: Die operative Einigung Westeuropas stieß längere Zeit auf eine hohe Akzeptanz in den Gesellschaften der beteiligten Länder. Dies betraf selbst den klassischen Nationalstaat Frankreich: 1950 wurde Monnet hier wegen seiner Idee einer »Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl« noch von seinen Gegnern beschuldigt, in Diensten der Amerikaner zu stehen, und Schuman musste sich von Teilen der Opposition als »Boche« beschimpfen lassen. Heute ruht der erste im Pantheon und der zweite soll seliggesprochen werden. Das kann man belächeln und als ahistorische Mythenbildung kritisieren, aber es spiegelt doch tiefgreifende habituelle und kognitive Veränderungen in der französischen Gesellschaft, wie es sie in ähnlicher Form auch in den übrigen beteiligten Staaten der europäischen Integration gegeben hat.

 

© Dieser Text ist geistiges Eigentum von Reiner Marcowitz und darf ohne seine schriftliche Zustimmung in keiner Form vervielfältigt oder weiter verwendet werden. Der Autor behält sich alle Rechte vor. Letzte Änderung dieser Seite: 11.06.2019

 


2. Robert Schuman (Cedric Sangaletti, Centre Virtuel de la Connaissance sur l’Europe). In : S. Kmec, B. Majerus, M. Margue, P. Peporte : Lieux de mémoire au Luxembourg. Erinnerungsorte in Luxemburg. éditions Saint Paul 2008.

3. Interview mit Hans Hermann Elting

4. „Europa reloaded – Robert Schuman wiederentdecken“: Dokumentarfilm gefördert von der Saarland Medien GmbH, Produzentin: Barbara Wackernagel-Jacobs (2019)

[1]

Raymond Poidevin: Robert Schuman, homme d’État (1886-1953), Paris : Imprimerie nationale 1986 ; François Roth, Robert Schuman 1886-1963. Du Lorrain des frontières au père de l’Europa, Paris : Fayard 2008.

[2]

Zit.n. Roth, S. 30f.

[3]

Poidevin, S. 14.

[4]

Dietmar Hüser: Frankreichs „doppelte Deutschlandpolitik“. Dynamik aus der Defensive – Planen, Entscheiden, Umsetzen in gesellschaftlichen und wirtschaftlichen, innen- und außenpolitischen Krisenzeiten 1944-1950, Berlin: Duncker & Humblot 1996.

[5]

Die Erklärung Schumans vom 9.5.1950 ist abgedruckt in: Roth, S. 391-395.

[6]

Alan Milward, The European Rescue of the Nation-State, London: Routledge 21999. Vgl. Armin Heinen, « Frankreich, Großbritannien und der Schumanplan – oder – Die ‚Entzauberung der Welt’ durch die Zeitgeschichte », in: Guido Müller (Hrsg.), Deutschland und der Westen. Internationale Beziehungen im 20. Jahrhundert, Stuttgart: Franz Steiner Verlag 1998, S. 65-75, Reiner Marcowitz, « Idealistische Aussöhnung oder realistisches Machtkalkül? Eine (Forschungs-) Bilanz der Frankreichpolitik Konrad Adenauers 1949-1963 », in: Klaus Schwabe (Hrsg.), Konrad Adenauer und Frankreich 1949-1963. Stand und Perspektiven der Forschung zu den deutsch-französischen Beziehungen in Politik, Wirtschaft und Kultur, Bonn: Bouvier Verlag 2005, S. 14-39 und ders., « Le Plan Schuman et le traité de l’Elysée: deux mythes fondateurs du rapprochement franco-allemand », in: Jean-Michel Pouget (Dir.): Conflit et coopération France-Allemagne XIXe-XXe siècle, Bern: Peter Lang 2017, S. 259-278.

[7]

Jean Monnet an Robert Schuman am 9.9.1950, zit. nach Gilbert Trausch, « Der Schuman-Plan zwischen Mythos und Realität. Der Stellenwert des Schuman-Planes », in: Rainer Hudemann/Hartmut Kaelble/Klaus Schwabe (Hrsg.), Europa im Blick der Historiker, München: Oldenbourg Verlag 1995, S. 105-128.

[8]

Reiner Marcowitz, « Einleitung », in: Ders. (Hrsg.), Nationale Identität und transnationale Einflüsse. Amerikanisierung, Europäisierung, Globalisierung in Frankreich nach dem Zweiten Weltkrieg, München : Oldenbourg Verlag 2007, S. 7-31 (S. 11-16).

[9]

Generalkommissar für den Plan Monnet, Aufzeichnung, 3.5.1950, in: Die Bundesrepublik Deutschland und Frankreich. Dokumente 1949 – 1963. Hrsg. von Horst Möller und Klaus Hildebrand, Bd. 2: Wirtschaft, bearb. von Andreas Wilkens, München: Oldenbourg Verlag 1997, S. 577 – 580 (S. 578) (Dok. 166).

[10]

Zit. n. Roth, S. 367f.

[11]

Ebd., S. 10.

[12]

Ebd., S. 563.

[13]

Zit.n. ebd., S.bd. 396.

[14]

Hartmut Kaelble, Sozialgeschichte Europas. 1945 bis zur Gegenwart, München: C.H.Beck Verlag 2007; Ders., Der verkannte Bürger. Eine andere Geschichte der europäischen Integration seit 1950, Frankfurt/M-New York: Campus 2019. Vgl. Marcowitz, Einleitung., S. 11-16.