Methode

Die Herausforderungen konzeptueller, organisatorischer, verwaltungstechnischen, finanzieller und nicht zuletzt politischer und kultureller Art, die die Entwicklung einer kultur-, sprach- und disziplinübergreifenden zweisprachigen Internetplattform mit sich bringt, waren und sind immens.
Dazu kommt die Konkurrenz der in den vergangenen Jahrzehnten mit Hilfe öffentlicher nationaler, regionaler und europäischer Mittel aufgebauten Netzwerke um Ideen und um Mittel. Sie müssen sich selbst erhalten, beantragen Projekte, bringen neue, dem Papier nach, grenzübergreifende Strukturen und „Behälter“ hervor. Zahllose neue Plattformen entstehen, die technisch meistens einwandfrei funktionieren, die aber nahezu ohne wirkliche Inhalte auskommen.

Eine der Idee, den Inhalten und der Mission angemessene Gestaltung und Strukturierung, die mit dem Projekt wächst, setzt eine ernsthafte, zeitintensive Forschungs- und Zusammenarbeit vor Ort und eine maßgeschneiderte Designstrategie und eine entsprechende Programmierung voraus. Die Kommunikation muss in wenigstens zwei Sprachen erfolgen.

Bei der Recherche nach geeigneten visuellen Behältern entschieden wir uns für das „Oktagon“ als Symbol für die Schlüsselwörter. Nun ging es darum, in der Zusammenarbeit mit den Autorinnen und Autoren Inhalte in der Auseinandersetzung mit dem deutsch-französischen Redaktionsteam, Sylvie Grimm-Hamen und Eva Mendgen, herauszuarbeiten. Das Bewusstsein für die Besonderheit des Ortes und die eigene Ausdrucksfähigkeit auf der Suche nach einer angemessenen Terminologie abseits von abgenutzten und sinnentleerten Begriffen – wie zum Beispiel „Grenzgänger“, „interkulturell“ oder „interdisziplinär“ – schärfte sich über diesen Weg immer weiter.

Die Großregion liefert mehr als nur Inhalte. Sie ist auch eine geistige Lebensform, die die Herangehensweise prägt. Zentral ist die Rolle der Übersetzung und Übertragung. Ein weiteres Prinzip ist das des Austausches.